MAZEL TOW
JAK ZOSTAŁAM KOREPETYTORKĄ W DOMU ORTODOKSYJNYCH ŻYDÓW
 
Publisher Czarne

Co się stanie, kiedy lewicująca, zbuntowana studentka z Antwerpii, mieszkająca ze swoim irańskim chłopakiem, trafi do domu ortodoksyjnej żydowskiej rodziny, która żyje zamknięta we własnym świecie, na obrzeżach belgijskiego społeczeństwa? Czy bezpośrednia, trochę zadziorna dziewczyna może się odnaleźć w środowisku, pielęgnującym zwyczaje, które nie zmieniły się od setek lat?

Margot przez sześć lat spędzała popołudnia w domu Schneiderów, pomagając ich dzieciom w nauce. Jej metody dydaktyczne bywały całkiem nieortodoksyjne – stosowała między innymi prowokacyjne pytania, obcesowe komentarze i dużo śmiechu. Okazało się, że w niektórych sprawach dogaduje się z uczniami znakomicie, na przykład w interesach (razem ze średnim synem Schneiderów, Jakovem, przez kilka lat prowadzili wspólny biznes – ona pisała jego kolegom wypracowania, on zajmował się logistyką i zgarniał procent). W innych kwestiach, jak podejście do mody czy seksu, różnice były większe. Nie przeszkodziło to jednak Margot i jej uczniom konfrontować się z wzajemną odmiennością i co dzień przekraczać dzielące ich granice. Choć pierwsze zetknięcie dwóch skrajnie różnych światów i światopoglądów było gwałtowne, z czasem wśród gaf i pomyłek początkowa nieufność zmieniła się w niezwykłą przyjaźń, która przetrwała lata.

Es dürfte am Monatsanfang gewesen sein. Das neue Studienjahr hatte noch nicht begonnen, und ich kam gerade erleichtert von der Wiederholungsprüfung in spanischer Grammatik. Ich lief durchs Foyer des Universitätsgebäudes, ging an den Wandbänken vorbei, auf denen unzählige Studenten quatschten und rauchten, und steuerte die Mensa an. Der Flur zur Mensa war spannender als viele Seminare. Überall an den Wänden Schwarze Bretter mit aufregenden Aushängen: „Wer tauscht seinen Vermieter gegen meinen?", „Kommt jemand mit nach Barcelona? Ein Platz ist noch frei, allerdings nur unter gewissen Bedingungen. Ruf mich an!" Und „Schlafsack kostenlos abzugeben an denjenigen, der mit mir reinkriechen möchte."

Ein Bereich war der Arbeitsvermittlung des Studentenwerks vorbehalten.Wenn man sich für einen der Jobs interessierte, die in der abschließbaren Plastikvitrine aushingen, ging man mit der entsprechenden Kennziffer in das wenige Meter weiter gelegene Büro. Dort erzählte einem eine Sozialarbeiterin mit tiefen Stirnfalten alles was man dazu wissen musste. Meist lief es darauf hinaus, dass sie einem Name, Adresse und Telefonnummer des Arbeitgebers aushändigte, lauthals über ihren langweiligen Job jammerte und einem viel Glück bei der Bewerbung wünschte.

Das Studentenwerk hatte mir in den letzten zwei Jahren bereits einige befristete Jobs besorgt – von Zimmermädchen über Waschpulver-„Hostess" und Headhunter-Assistentin bis hin zu Museumsaufsicht.

Als ich die handgeschriebene Stellenanzeige „Student(in) gesucht, die vier Kindern (zwischen acht und sechzehn) täglich Nachhilfe gibt und bei Erledigung der Hausaufgaben anleitet" entdeckte, notierte ich mir die dazugehörige Kennziffer sofort auf die Handinnenfläche. Eine Stunde später bekam ich vom Studentenwerk alle nötigen Angaben zur Familie, die ich hier nur „die Schneiders" nenne, auch wenn sie in Wirklichkeit anders hießen. Ihr Nachname klang allerdings ebenfalls deutsch.

Die Schneiders, so die Sozialarbeiterin, seien Juden, was jedoch eigentlich kein Problem darstelle. Und wenn doch könne ich jederzeit wiederkommen – vielleicht lasse sich ja gemeinsam eine Lösung finden? Versprechen könne sie mir allerdings nichts, bei diesen Leuten wisse man nie so genau, wusste sie dann doch zu berichten. So wie sie auch wusste, dass mir die Schneiders sechzig Belgische Franc pro Stunde zahlen würden. Das sei zwar nicht viel, aber auch nicht wenig: Juden, gab sie mir noch mit auf den Weg, seien in Geldangelegenheiten so ähnlich wie Niederländer.

Als ich sie daraufhin erstaunt ansah, schaute sie wenn möglich noch erstaunter zurück: „Warum, glauben Sie, sind auf dieser flämischen Dolmetscherschule sonst so viele Niederländer? Weil sie preiswert ist, aber renommiert. Sobald die Leute ihr Diplom haben, gehen sie wieder in ihre Heimat zurück. So gesehen bilden wir hier unsere direkte Konkurrenz aus. Zum Glück erhält die Uni Fördermittel pro Student. So gesehen hat ihre Anwesenheit auch Vorteile. Aber was ich eigentlich sagen will, ist Folgendes: Lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen. Willigen Sie nicht in unbezahlte Probezeit ein. Selbst wenn Sie nach einer Woche beschließen sollten aufzuhören, müssen Ihnen die bereits geleisteten Stunden bezahlt werden."

Während ich die vor sich hinplappernde Sozialarbeiterin anschaute, überschlug ich grob, dass ich sechshundert Franc die Woche verdienen konnte, zweieinhalbtausend im Monat. In einer Zeit, in der die Monatsmiete einer Studentenbude um die sechstausend Franc kostete, war das nicht zu verachten.